1. Advent 2018

Tagestexte:      1. Lsg: Jer 33, 14-16, 2. Lsg: 1 Thess 3,12-4, 2, Evangelium: Lk 21, 25-28, 34-36

Adventszeit – Lichterketten, Funkeln, Glitzern, Weihnachtsmärkte überall. Doch was steckt dahinter?

Advent = Ankunft – die Vorbereitung auf die Ankunft Christi, auf seine Geburt am Hl. Abend. Das Licht der Welt wird Mensch, wird einer von uns und ist doch so viel mehr.

Jeremia kündigt ihn an, Paulus lässt im Thessalonicher-Brief keinen Zweifel daran, dass es die Liebe ist, die Gott uns neu schenken möchte in Seinem Sohn. Die Aufforderung, einander mit Liebe zu begegnen, zieht sich wie ein roter Faden durch die Evangelien. Gottes Liebe ist so groß, dass Sein Sohn Mensch wird und schließlich für Seine Lehre ans Kreuz geschlagen wird. Doch Er bleibt nicht im Dunkeln, sondern kehrt zurück ins Licht und bietet uns an, uns mitzunehmen. Seine Liebe möchte Er uns geben, doch es ist unsere Entscheidung, ob wir sie annehmen.

Nur liebevolles Verstehen erkennt im Gegenüber Gottes Kind an – das heißt nicht, dass wir alles, was andere tun, auch lieben müssen. Wir sollen nur immer daran denken, dass es Menschen sind, und sie entsprechend behandeln. Das ist nicht einfach, aber Jesus reicht uns die Hand und zeigt uns in seinem Leben, dass es geht.

Liebe heilt, wenn sie den anderen erreicht, wenn wir ihn liebevoll-konsequent auf seine Fehler hinweisen und ihm die Chance geben, von vorne zu beginnen, immer wieder. Entgegen dem Zeitgeist, der alle(s) und jeden in Schubladen steckt, kategorisiert und verallgemeinert, weist uns Gott immer wieder auf die Einzigartigkeit jedes einzelnen Menschen hin. Jeder bringt seine Talente mit und sollte sich entsprechend einbringen können.

Wachsam sein – nicht in der Hektik verloren gehen, sondern immer wieder innehalten und sich fragen, ob ich noch auf dem Weg bin, den ich gehen möchte.

Für mich sind die beiden wichtigsten Fragen:

  1. Was würde Jesus in dieser Situation tun?
  2. Was erwartet Jesus von mir?

Die Adventszeit lädt uns ein, diese unsere Ausrichtung zu überprüfen, gegebenenfalls zu erneuern und uns auf Weihnachten als Geburtsfest Jesu zu freuen. Das Licht der Welt kommt in die dunkelste Zeit des Jahres, wenn die Natur ruht und sich auf den Neubeginn vorbereitet. Es möchte uns führen, uns unsere neuen Kräfte geben, damit wir unsere Talente entfalten – zu unserem und zum Wohle unserer Mitmenschen: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!“. So gewinnt das Licht immer mehr Raum, die Verbundenheit untereinander und mit der ganzen Schöpfung wächst, während unsere ganz persönlichen Dunkelheiten immer kleiner werden und immer mehr Licht in uns und von uns aus fließen darf.

Die Dunkelheit, die bereits ein Hinweis auf Karfreitag ist, und die doch keine Chance gegen das Licht hat, das am Weihnachtstag geboren und am Ostermorgen neu geboren wird und heller erstrahlt als vorher. So weist Weihnachten auch auf Karfreitag und Ostern hin – kein Licht ohne Dunkelheit, aber das Licht, d. h. die Liebe Gottes, besiegt alles.

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